Realitätswahl

Auf Schweizerdeutsch

Öpis womer letschti grad wieder so fescht bewusst worde isch, isch d'Kraft vo eusem Verstand unds Zämmespiel mitem Körper oder au d'Uswürkig uf ihn.

Ich entscheide, wien ich e Situation aluege und bewerte.

Ich entscheide, welles Gfühl ich dem zueschriebä oder geh möcht und was ich drus machä.

Und es git endlos viel Möglichkeite, endlos viel Realitäte, wo drus entstah chönd.

Als Chind isch das no so automatisch verinnerlicht gsi. Die gross spielerisch Vorstelligskraft. Mir sind noimed gsi oder noimed hi und händ eus d'Welt so gstaltet, wie mir sie grad händ welle ha. Useme Stecke isch en Zauberstab wordä oder au mal es Schwert, usem Wald isch e ganzi Burg entstande oder es anders Paradies. Mir händ eus i verschiedeni Rolle versetzt und i verschiedeni Gfühl und dur das neui Realitäte und Möglichkeite erschaffe.

Und die Vorstelligskraft bewusst z’nutze isch eich ALLES. Irgendwenn hemer sie vlich es bitz verlernt, will eus gseit wordä isch, dass es nöd «real» isch oder nöd dä «Realität» entspricht. Aber mir chönd die Vorstelligskraft wieder neu kennelerne, entdecke und für eus nutze.

D'Frag isch also: Was wähl ich für e Realität? Für was entscheid ich mich? Woruf setz ich min Fokus? Und wieso?

Corinne Hefti