es übergordnets mitenand
mir sind all so individuell und werdet das idä negste jahr vermuetlich au no meh werde & uslebe und i dem ine isch es so wichtig, dass mir lernet, en andere umgang z’findä mit dem menschliche drang, wo i eus isch und ständig bewertet, verglicht, beurteilt oder verurteilt, zum sich irgendwo zueghörig füehle und die identität stärke.
und mir machet das oft automatisch und unbewusst und es liit sicher au i eusere natur, will mir die kritisch fähigkeit bruchet zum eus witerentwickle und vilich werdet mirs es stuck wiit au immer mache aber ich bin fescht devo überzoge, dass mir eus au anderi gwohnheite aeigne und lerne chönd, lockerer und offener z’werde und eus au denn zueghörig z’fühle, wenn mer nöd s’gliche erlebet, fühlet oder denket und eus dett drin no viel meh gseh und anneh dörfet.
will dur das entstaht sonen grosse ruum vo toleranz und es lehrt au eusne chind, dass es so viel unterschiedlichs git, wo mit- und nebedenand existiere chan. will mengisch denket mir, dass mir nöd mit mensche klarcho chönd, wo komplett andersch denket oder en anderi haltig hend aber dur das verpasset mir d’buntheit vom läbe und au en ustusch vo underschiedliche gedanke, wüsse und efahrige, wo sich - au wenn unterschiedlich - gegesitig wieder berichere chöntet und zume erwiterte weltbild füehret.
und mengisch fallt eus das so schwer, will mir nur eusi brülle ahend und die ganz welt dur die filteret und wahrnehmet. und wenn eusi auge und mir eus ah die brülle gwöhnt hend, denn isch es schwierig(er), die wieder abzieh. es isch as würsch du alles anderi usserhalb vo dim sichtfeld plötzlich unscharf wahrneh. (was dur de social media algorithmus amigs au no gförderet wird) und drum isch es so hilfrich, zum euses aug immer wieder z’trainiere, eusi brülle abzieh, en iblick i anderi sichtwiise und realitäte z’becho, nachezfrögä, anezlose, inezfühle und dur das gwüssi sache wieder andersch chönne gseh, wahrneh und au besser verstah. und verstah heisst nöd, dass mer immer iverstande si mun, sondern dass mer efach gseht, dass mir all underschiedlich prägt und beiflusst worde sind, underschiedlichs erfahre, underschiedlichi energie und dur das au underschiedlichi wahrnehmige hend und mer sich gegesitig wieder meh ruum für die underschied ermöglichet und durs neugierig-si & offe-bliebe au immer wieder bruggene schafft, wo zunenand füehret (au wenn mer nachher wieder zrugg gaht zu sinere eigene haltig/meinig, wo sich dur de ustusch vilich wieder neu gfestigt, bestätigt oder au erwiteret & veränderet het).
und was au wichtig isch, isch sich bewusst-si, dass das, won ich hüt vilich as richtig oder falsch bewerte, sich zume andere ziitpunkt au wieder ändere chan. drum isch es so wertvoll, au im eigene denke chönne offe z’bliebe, statt dogmatisch z’si, will wenn mir inere asicht fixiert sind, isch kei ruum meh da, zum dynamisch uf situatione chönne reagiere, wo sich ständig wieder veränderet und das wird gad als eltere so fescht brucht; dass mir d’möglichkeit hend, situatione und au eus selber & enand gegesitig neu chönne wahrzneh, will mit chind veränderet sich alles immer wieder. es isch nüt konstant. und je flexibler mir sind, desto eifacher isches.
und en eigeni werthaltig z'ha, chan wichtig si und eim orientierig, halt und stabilität geh und genau so wichtig isch es, debi au e gwüssi bescheideheit mitzbringe. im sinn vo: das won ich jetzt mach, ischs richtig für mich oder für eusi familie UND ich bin au offe, das wieder z’verändere oder azpasse, wenns es erforderet oder ich öpis neus lehr, gsehn & erfahr.
und ich glaub das isch es witers gschenk, wos eltere-si mit sich bringt; dass es eim ganz oft wieder ufdä bode vode realität holt und alles, wo festgfahre oder fixiert isch oder mer selber au denkt het, dass mer das NIE oder IMMER so mache wird, wieder chli uflockeret und mir dur das wieder en anderi liechtigkeit, lockerheit und au e grösseri freiheit kennelernet.
(falls du no e witeri erinnerig ah das möchtisch; ich han letscht jahr au e podcastfolg über d’wichtigkeit vom offe-bliebe ufgnoh.)