Love is all there is
Wenn ich unsere Welt betrachte, sehe ich immer wieder die Einteilung in «richtig» oder «falsch», «gut» oder «schlecht». Dabei vergessen wir manchmal, dass es unsere Perspektive und unsere individuelle Wahrnehmung ist, die etwas in die eine oder andere Kategorie teilt. Und dass diese nur eine von vielen Wahrnehmungen ist. Auch wenn für uns etwas «gut» oder «richtig» ist, bedeutet das nicht, dass es für andere automatisch auch so ist.
Wenn ich etwas teile, ist das nur EINE der Ansichten. Nur eine Möglichkeit. Eine Perspektive.
So bin ich beispielsweise fasziniert vom Human Design Tool und es ist mir bewusst, dass diese Begeisterung nicht alle teilen. Ich ernähre mich vegan und ich weiss, dass nicht alle meine Ansichten verstehen können, dass meine Haltungen, Werte und Prinzipien mit gewissen Menschen übereinstimmen und für andere nicht stimmig sind. Und das ist vollkommen in Ordnung.
Denn es gibt nicht DEN richtigen Weg, nur eine EINZIGE Lösung oder den BESTEN Ansatz, den alle verfolgen sollten. Es gibt mehrere Wege, mehrere Optionen und mehrere Wahrheiten.
Die Welt besteht aus Polaritäten und Kontrasten. Und je mehr wir unsere Ansicht als die einzig korrekte sehen, desto stärker (und gefährlicher) wird diese Polarität.
Wir alle können selber entscheiden, was wir glauben möchten, wie wir die Welt betrachten wollen, was sich für uns richtig anfühlt und wir verfolgen möchten. Dabei sind die Kontraste ein Geschenk. Sie unterstützen uns dabei, zu sehen, was wir wollen oder eben nicht (mehr) wollen und führen uns auf unserem eigenen Weg beständig weiter. So haben wir immer wieder neue Wünsche, neue Hoffnungen, neue Bedürfnisse, neue Träume. Und diese sind unterschiedlich. Denn wir alle sind auf unterschiedlichen Wegen, mit unterschiedliche Ansichten, unterschiedlichen Erfahrungen und unterschiedlichen Betrachtungsweisen.
Der eine Weg ist dabei nicht «besser» als der andere, auch wenn es aus unserer Perspektive oftmals so scheint. Wir wissen nicht, wieso Menschen Dinge anders wahrnehmen oder welche Kontraste sie auf ihrem Weg für ihre Entwicklung erleben oder welche Erfahrungen sie machen müssen. Es ist daher nicht unsere Aufgabe, über andere zu urteilen oder sie kontrollieren und verändern zu wollen.
Indem wir uns auf unseren Weg konzentrieren, ihn mit Freude und Vertrauen verfolgen und dabei auch andere Wege erlauben und Verständnis und Akzeptanz entwickeln für die unterschiedlichen Reisen der anderen, kann die Polarität weiter bestehen, die Sonne verschiedene Strahlen haben, wir fortlaufend voneinander lernen und uns weiterentwickeln.
Und am Ende finden alle Wege wieder zusammen.
Denn unsere Quelle und unser Ziel ist dasselbe.