Outsourcing
Auf Schweizerdeutsch
hüt morge isch mir es witers business buech azeigt worde, mit tipps wie mer sich «ziit» chan zruggchaufe, wie mer das wo mer macht, no schneller voratriebe und wachse lah chan, zum no meh gwünn mache und gmäss dä zämmefassig vo dem buech gahts vor allem drum, vieles z’automatisiere, lüüt astelle, für sache, wo mer nöd gern macht und sich denn nur no uf das konzentriere, wo mer 100% liebt und wo s’eigene GENIUS liit.
und ufe art teil ich die haltig sehr, ich bin au defür, dass mir mensche VIEL meh sache mache söttet, won eus spass machet, will ich glaub nöd, dass mir defür da sind, 40+ stunde vo eusere ziit und eusere energie für e firma oder es team z’geh, won eus kei erfüllig git oder eus schlicht kei freud macht. und ich glaub au, dass mir all viiiel glücklicher und zfridener wäret, wänn mir meh das mache würet, won eusi lideschafte, eusi träum und eusi visione sind.
UND glichzitig gsehn ich au d’gfahr i dem ganze OUTSOURCING-gedanke, dass mir alles, won eus kei freud macht, söttet vo andere mache lah oder öper andersch astelle defür (machts denn dere person würkli meh spass?!).
und klar gits bereich, wo eim eifach nöd so ligget und anderi hingege liebet und i dem fall machts mega sinn, zum sich chönne ergänze und ustusche und ufgabe abgeh oder ufteile. aber mengisch gits au eifach sache, wo zwar nöd 100% spass machet aber zum prozess dezueghöret. und mengisch bruchts alli site und alli teili, damit es gsamtbild entstah chan, damit mer underschiedlichs erlebe und gwüsses bsunders schätze chan und das gaht teilwiis verlore, wenn mer alles abgit, wo mer nöd gern macht. es gaht wie immer um d’balance und mengisch han ich s’gfühl rutschemer is andere extrem ab, wenn mer denket, mir söttet NUR no das selber mache, wo agnehm und lässig und schön isch.
die abgeh-haltig han ich scho immer chli hinderfrögt, vor allem denn, wänns nöd menschlicher sondern unmenschlicher wird. won ich no idä personalabteilig vonere versicherig gschafft han, händs agfange, en grosse teil vo eusere arbet ines anders land mit tüfere lebensköste abzgeh. sie händ dött extra lüüt agstellt, wo au dütsch chönd und wo mir dänn händ «dörfe» ischaffe und ganz viel ufgabe sind vo eus weggnoh und neu vo ihne übernoh worde. und das us dem grund, wills eifach kostesparend gsi isch. für dä lohn vo einere person idä schwiiz händ sie dett 4-5 lüüt chönne astelle. und ich ha mich scho damals gfrögt, wieso köste spare d’hauptmotivation isch und wo d’menschlichkeit blibt, will personalabteilig isch für mich so s’persönliche kernstuck vonere firma und wo bliebt persönlichkeit, wenn mer d lüüt nöd würklich kennt, nöd würklich gseht und nie s’gliche vertraue ufbaue chan (hint: s’gliche passiert amigs au mit social media)?
und die abgeh-haltig isch i vielne bereich z’gspüre: anderi sölled die sache mache, wo eus aschissed, wo mir streng findet, chatGBT chan eus schnell en text verfasse, dass mir nöd selber überlegge mönd, KI chan eus e grafik erstelle, ohni dass mir eusi eigeni kreativität finde chönd, sache werdet irgendwo anegrüehrt, will öper andersch rumts ja denn scho uf, und das gaht witer bis hi zu dass mir eus nöd verantwortlich fühlet für viel grösseri und unagnehmeri theme uf de ganze welt. und s’schade dra isch, dass eifach so viel verlore gaht dur das. so viel prozess, wo wichtig wäret zum duregah, so viel freud au, wo dur dä prozess entstah chan, s’beobachte vo veränderige, chönne drablibe, kontrast gseh und dur das erkenne, was eim wichtig isch und eifach au verstah, was lebe und mensch-si heisst.
und au i minere selbständigkeit mit HOME A GENIUS fallt mir das immer wieder uf, ich LIEB dä aspekt, dass ich alles selber mache chan, und zwar würklich alles, jedes mail beantworte, jedes buch selber ipacke und verschicke, die ganz buchhaltig, usw. und KLAR bruchts viiiel meh ziit und jede business coach würd mir sofort rate zum schnellstmöglichst alles automatisiere aber ich wott das gar nöd. will ich de persönlich und individuell touch i all dem won ich mach genau schätz und lieb. das menschliche, das chönne nöch si, chönne all aspekt vo öpisem mache, au sache, wo mich vlich mengisch aschisset oder nöd glich freud machet, will es ischs gsamtpaket wo nachher drus entstaht. wenn ich es mail bechume, wo automatisiert isch, merk ich das sofort und es isch eifach nöd die glich magie da denn, wie wänn mer de mensch dehinder gspürt.
es zitli lang hani mer au überleit, d’human design readings z’automatisiere, dass wie e ganzi codierig dehinder isch, wo alles automatisch zemmestellt will ich ha so viel afrage becho für readings und gmerkt, dass ich muss absege und grenze setze, dur das ich nüm nachecho bin. und ich han denkt hey wenns automatisiert isch, chönnt ich für viel meh es reading erstelle, ich chönnts au günstiger machä, will ich mösst nüm die glich ziit investiere und dur das würs meh mensche erreiche usw. und ich ha mich am endi doch degege entschiede und zwar us dem grund, wills eifach nüm glich persönlich isch. wenn ich es reading mach, stell ich alles selber zeme, ich lueg jedes design gnau ah, ich schrieb sache individuell, mach personalisierti frage am schluss, etc. und das isch nöd glich möglich wenn mers automatisiert.
grad letschti hani au e werbig im briefkaste becho. es isch efach en simple wiise zettel gsi, handgschriebe vomene putzinstitut wo gseit hend, was sie abütet. normalerwiis landet werbig bi mir grad im altpapier. aber das hani glese, wills andersch (und vilich au sehr altmodisch) gsi isch – aber en viel persönlichere und eifachere touch gha het. mengisch verlüremer eus im komplexe und vergesset, was wesentlich und würklich wichtig isch: s’persönliche und s’menschliche.
und s’gliche erchenn ich au im mami-si (oder eltere-si). amigs sind mir nüm glich bereit, zum sache mache, wo zwar astrengend aber langfristig so erfüllend sind. klar ischs mengisch langwilig, energiezerrend, intensiv usw. aber das machts ebe gnau us für mich, dass ich nachher all die andere site no meh schätze chan und dass zämme mit all dem schöne oder mengisch au weniger schöne e sones wundervolls kunstwerk us erinnerige und tüfe beziehige und bindige entstah chan.
und das isch s’lebe selber au: es kunstwerk, wo mir immer wieder all verschiedene site kennelerne und au kontrast gseh dörfet, zum gwüssi sache wieder meh chönne schätze, klarer gseh und (oft au rückblickend) umso dankbarer si, für das wo mer drigeh, erlebt und erfahre het.
und drum glaubi chans wertvoll si, sich im abgeh vo allem mögliche immer wieder reflektiere, über d’gründ und d’intentione dehinder nahdenke und sich fröge, ob mir fürs male vo eusem kunstwärk würklich nur die bunte, grelle und knallige farbe wänd und debi aber d’würkig und d’magie vo dä tristere, düstere und “langwiligere” farbe vergessed und verpassed.